

Die Menschen haben ihre Freizeit mit kreativen Dingen verbracht. Bevor die modernen Medien aufkamen, sangen sich die Menschen Verslieder vor, erzählten sich Geschichten, spielten zusammen Karten und vieles mehr.
Die Menschen lebten und arbeiteten in den winzigen Wohnzimmern ihrer Quartiere, die so klein und beengt waren, dass es unsere heutige Vorstellungskraft übersteigt. Die Zimmerdecken waren extrem niedrig, und viele Menschen lebten zusammen unter einem Dach. So schliefen beispielsweise immer mehrere Menschen im selben Bett, obwohl dieses nach heutigem Standard selbst für eine Person viel zu klein wäre. Jeder hatte seine eigenes Essgeschirr – eine Holzschüssel namens „askur“ – aus der alle Mahlzeiten gegessen wurden. Die Menschen saßen dabei gemeinsam auf ihrem Bett und löffelten ihre askur aus.
Nach heutigem Standard war die Kleidung sehr einfach. Doch zu besonderen Anlässen kleideten sich die Menschen gern in prächtige Kostüme. Im Museum ist ein skautbúningur (ein isländisches Festkostüm für Frauen) ausgestellt, das sich eine Frau einst selbst genäht und über viele Jahre buchstäblich vom Munde abgespart hat. Sie arbeitete Zeit ihres Lebens als Dienstmädchen und besaß deshalb nie viel Geld, doch dieses Kostüm war der Traum ihres Lebens. Außerdem gibt es zahlreiche Strick- und Stickarbeiten von äußerst geschickten Damen zu sehen, die damit ihr großartiges Kunsthandwerk und modisches Gespür unter Beweis stellen.

Im Museum ist der erste Computer ausgestellt, der damals in Vestur-Barðastrandasýsla ankam. Es ist natürlich sehr lustig, wenn man seine Größe und Leistungsparameter mit unseren modernen Laptops von heute vergleicht. Die Telefonzentrale, über die früher noch mechanisch Gespräche vermittelt wurden, fasziniert die Generation, für die Handys schon seit ihrer Kindheit etwas Selbstverständliches sind. Auch die Entwicklung des Bankwesens und vieles mehr wird in diesem Teil des Museums anschaulich dargestellt.
Im Museum können die Besucher sehen, wie sich die Schlittschuhe von aufwändig handgearbeiteten Einzelstücken mit Kufen aus Pferdekieferknochen zu den heutigen modernen Sportgeräten mit dünnen Stahlkufen entwickelt haben. Außerdem kann man alles über die Spiele erfahren, denen die Fischer in den Fischfangstationen nachgingen oder sich von einer Wahrsagerin die Zukunft vorhersagen lassen.
Das Museum ist in den Sommermonaten vom 21. Mai bis zum 11. September 2011 täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.
Andere Besuchszeiten lassen sich jedoch auch mit dem Museumsdirektor unter der Telefonnummer 896 5363 sowie per E-Mail unter museum@hnjotur.is.
Das Programm für Sommer 2011 wird in kürze veröffentlicht.
Das Egill Ólafsson Museum in Hnjótur, Örlygshöfn, Phone: 4561511, e-mail: museum@hnjotur.is, Webdesing: Emstrur